Landkreis Havelland
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Vorlage - BA-0061/22  

 
 
Betreff: Einrichtung eines dauerhaften, zertifizierten Energiemanagements inklusive Schaffung einer zusätzlichen Personalstelle "Sachbearbeiter Energiemanagement" im Umweltamt für dessen Aufbau und Implementierung (Fraktion CDU/Bauern/LWN; SPD-Fraktion; Fraktion DIE LINKE/Die PARTEI; Fraktion B90/Grüne; FDP-Fraktion; Fraktion BVB/Freie Wähler)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussantrag
Verfasser:Fraktion CDU/Bauern/LWN; SPD-Fraktion; Fraktion DIE LINKE/Die PARTEI; Fraktion B90/Grüne; FDP-Fraktion; Fraktion BVB/Freie Wähler
Federführend:Büro des Kreistages Bearbeiter/-in: Schwaß, Milla
Beratungsfolge:
Kreisausschuss Vorberatung
05.09.2022 
Sitzung des Kreisausschusses ungeändert beschlossen   
Kreistag Entscheidung
19.09.2022 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   

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Beschlussvorschlag:

 

Der Kreistag möge beschließen:

 

Der Landrat wird beauftragt zur Umsetzung der Leitmaßnahme E 04 „Weiterentwicklung des Energiemanagements“ des am 06.12.2021 beschlossenen Klimaschutzkonzeptes ein zertifiziertes Energiemanagement einzurichten und zu dessen Implementierung dauerhaft eine zusätzliche Stelle „Sachbearbeiter Energiemanagement“ im Umweltamt zu schaffen. Für diese soll die ersten drei Jahre die Förderung in Höhe von 70% durch die Kommunalrichtlinie genutzt werden.

         

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Sachverhalt:

 

Mit der Einführung eines Energiemanagements inklusive Schaffung einer zusätzlichen Personalstelle „Sachbearbeiter Energiemanagement“ sollen Energiekosten reduziert werden. Außerdem sollen folgende Aufgabenbereiche unter anderem abgedeckt werden:

 

        Etablierung einer ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Beschaffung von Energie und Wasser

        Durchführung von Energiemanagementmaßnahmen an kreiseigenen Liegenschaften

        Erfassung und Dokumentation der Strom-, Wärme- und Wasserverbräuche, sowie Plan-Daten der Liegenschaften

        Recherche, Akquise und Abrechnung von Fördermitteln im Maßnahmenverlauf

        Kommunikation von sparsamen Nutzerverhalten, etwa durch Publikmachung des Energieleitfadens

 

Ein systematisches Energiemanagement in Kommunen weist laut zahlreicher Energieagenturen ein Energiesparpotenzial von 10-15% auf – damit ist es eine der effektivsten Klimaschutzmaßnahmen überhaupt, die eine Gebietskörperschaft auf den Weg bringen kann. Die hohen Einsparungen werden erreicht, indem der Energiemanagement-Sachbearbeiter systematisch Energieverbräuche überwacht, Verschwendungen identifiziert, und Einsparpotenziale hebt, ohne an Komfort zu verlieren. Durch eine Zertifizierung ließen sich diese Bemühungen verstetigen und Erfolge sicherstellen.

 

Der Zeitpunkt für die Einführung eines Energiemanagements ist zudem aufgrund derzeitig verfügbarer Fördermittel der Kommunalrichtlinie und kostenfreie Unterstützung beim Erlangen einer Zertifizierung durch die Energieagentur Brandenburg sehr günstig.

 

         

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Finanzielle Auswirkungen:

Ja  

x

 

Nein  

 

 

Kosten
     

Sachkonto/Kostenstelle/Kostenträger
     

Erläuterung/Deckungsvorschlag
Laut zahlreicher Energieagenturen ist die Einführung eines Energiemanagements eine der kosteneffizientesten Klimaschutzmaßnahmen. Denn der dafür zusätzlich nötige Personalaufwand finanziert sich durch die voraussichtliche Energiekosteneinsparung in der Regel mittelfristig (mehr als) selbst. In den ersten drei Jahren lassen sich die Kosten für den Landkreis durch eine derzeit verfügbare 70%-Förderung der Personalstelle über die Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums zudem reduzieren. Voraussetzung dafür ist, dass eine zusätzliche Personalstelle entsteht und deren Fortbestand dauerhaft vom Kreistag beschlossen wird.

Die hohe Kosteneffizienz des Energiemanagements ist zudem auch darauf zurückzuführen, dass es vornehmlich gering-/ oder nicht-investive Energiesparpotenziale identifiziert und implementiert, sodass keine hohen Folgekosten anfallen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Um sachgerecht und erfolgreich arbeiten zu können, fallen lediglich einmalig geringe Kosten für die Zertifizierung (1-2 Tagessätze) sowie ggf. für Mess- und Regelungstechnik (falls nicht bereits in der Verwaltung vorhanden) an – jene können jedoch ebenfalls über die Kommunalrichtlinie zu 70% gefördert werden. Es handelt sich zusammenfassend also um eine Maßnahme, die mit überschaubarem finanziellem Einsatz und Risiko große Klimaschutzeffekte und Kosteneinsparungen bewirken kann.

 

         

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Anlagen:

 

Keine

 

Rathenow, 2022-08-23

 

Fraktion CDU/Bauern/LWN

 

Der Inhalt ist

  

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