Landkreis Havelland
- Ratsinfo -

Vorlage - BV-0182/21  

 
 
Betreff: Afrikanische Schweinepest;
Gewährung eines finanziellen Anreizes für die Tätigkeit von Bergeteams im ASP-Ausbruchsfall
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat III, Amt 83 - Amt für Landwirtschaft, Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung Bearbeiter/-in: Schwaß, Milla
Beratungsfolge:
Kreisausschuss Entscheidung
08.03.2021 
Sitzung des Kreisausschusses      

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Beschlussvorschlag:

 

Der Kreisausschuss beschließt, im Ausbruchsfall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Havelland eine Prämie für Bergeteams in Höhe von maximal 100,00 Euro je geborgenem tot aufgefundenem Stück Schwarzwild bzw. von 50,00 Euro pro Person im Bergeteam mit 2 Personen zu gewähren.

 

      

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Sachverhalt:

 

Im Falle des Ausbruchs der ASP ist entsprechend Schweinepest-Verordnung die Absuche der Kernzone und später des gesamten gefährdeten Gebiets nach verendetem Schwarzwild zu organisieren.

Die verendeten Stücke werden aus dem Wald/der Landschaft geborgen und über die Tierkörperbeseitigungsanstalt Sec Anim entsorgt. Das Verbleiben der Tierkörper in der Natur (wie im Normalfall ohne Seuchenlage nach guter jagdlicher Praxis) scheidet aus, da sich das Virus unter Umständen über Monate oder sogar mehr als ein Jahr im Tierkörper und Boden hält und ansteckungsfähig bleibt.

 

Für diese Tätigkeit sind Bergeteams zu benennen und einzusetzen und zu schulen.

Das Bergen von Kadavern in jedem möglichen Zersetzungsstadium ist in Schutzkleidung vorzunehmen, muss zum Teil. im Morast durchgeführt werden und kann bisweilen ekelerregend sein. Daher soll den Mitgliedern eines Bergeteams (jeweils 2 Personen) je geborgenem Wildschwein eine Prämie von 50,00 Euro pro Person gewährt werden. Die Prämie ist auf maximal 100,00 Euro je geborgenem tot aufgefundenen Stück Schwarzwild begrenzt.

 

Angelehnt an die Daten der derzeitigen Funde in den betroffenen Landkreisen kann mit einem Aufwand von ca. 500 Stücken Schwarzwild im Jahr gerechnet werden. Der Aufwand für den Landkreis würde mit ca. 50.000,00 Euro im Jahr zu veranschlagen sein. Es handelt sich um eine Überschlagsschätzung die je nach Ausbruchsgeschehen variieren kann.

 

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) des Landes Brandenburg gewährt für die Suchteams bei der Kernzonenabsuche Aufwandsentschädigungen je gefundenem Stück Schwarzwild von 150,00 Euro. Die Suchteams sind jedoch gehalten, die Kadaver nicht zu berühren, sondern nur zu markieren und zu kennzeichnen und danach ihre Suche fortzusetzen um keine Virusverschleppung zu verursachen.

 

Die Bergeteams erhalten vom Land Brandenburg keine Aufwandsentschädigung. Deshalb möchte der Landkreis Havelland an dieser Stelle mit einer Prämie ergänzen, da die Art der Tätigkeit diese durchaus rechtfertigt.

 

      

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Finanzielle Auswirkungen:

Ja

x

 

Nein

 

 

Kosten

Sachkonto/Kostenstelle/Kostenträger

100,00 € je tot aus der Landschaft geborgenem Stück Schwarzwild

83000/1220501/521101

Erläuterung/Deckungsvorschlag

Finanzierung im Rahmen der für die ASP-Bekämpfung eingeplanten Mittel gemäß Änderungsantrag zum Kreishaushalt aus November 2020

     

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Anlagen:

 

Keine

 

Rathenow, 2021-02-

 

 

 

…………….……………..

Landrat

…………….……………..

Beigeordneter/Dezernent                         

…………….……………..

Amtsleiter

 

 

Der Beschluss ist

 

 

 

 

x

 vollständig zu veröffentlichen.

 

 

 

 

 

 mit seinem wesentlichen Inhalt zu veröffentlichen.

 

 

 

 

 

 nicht zu veröffentlichen.

 

Die Anlage/n, soweit vorhanden, ist/sind

 

 

 vollständig zu veröffentlichen.

 

 

 

 

 

 nicht zu veröffentlichen.