Landkreis Havelland
- Ratsinfo -

Vorlage - BV-0238/16  

 
 
Betreff: Änderung des Konzeptes Netzwerk Frühe Hilfen/Kinderschutz im Landkreis Havelland
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
  Aktenzeichen:II 51/Oe
Federführend:Dezernat II, Amt 51 - Jugendamt Bearbeiter/-in: Graber, Liane
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
11.01.2017 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Anlage zur BV-0238_16 Konzept Frühe Hilfen und Kinderschutz im Landkreis Havelland November 2016

Beschlussvorschlag:

 

Der Jugendhilfeausschuss/Kreisausschuss/Kreistag möge beschließen:

 

Das Konzept Netzwerk Frühe Hilfen /Kinderschutz im Landkreis Havelland wird beschlossen (Anlage).

 

Das Konzept beschlossen im Jugendhilfeausschuss vom 19.12.2012 einschließlich der Geschäftsordnung, BV 0321- 12, tritt damit außer Kraft

 


Sachverhalt:

 

Gem. § 3 Gesetz zur Information und Kooperation im Kinderschutz wurde aufgrund des Beschlusses des Jugendhilfeausschusses vom 19.12.2012, BV 0321 – 12, die im Landkreis Havelland bereits bestehenden Arbeitskreise Kinderschutz zu einem Netzwerk Frühe Hilfen / Kinderschutz ausgebaut. Es wurde insbesondere ein weiterer Arbeitskreis Kinderschutz /Frühe Hilfen für die Region Nauen aufgebaut, die Netzwerkkoordination eingerichtet und und Angebote der Familienhebammen geschaffen. Wegen weiterer Einzelheiten wird auf die Ausführungen zu Ziff. 4 in der Konzeption verwiesen.

 

In der Arbeit der vergangenen Jahre zeigte sich immer deutlicher, dass die im Jahre 2012 beschlossene Konzeption an verschiedenen Stellen überarbeitet werden muss.

 

Insbesondere zeigte sich, dass der in der alten Konzeption vorgesehene Netzwerkbeirat als übergeordnetes Gremium von seiner Besetzung her zu weit von den anstehenden praktischen Aufgaben entfernt war. Beim Aufbau des Netzwerkes Frühe Hilfen/Kinderschutz wurde deutlich wurde, dass zur Entwicklung und Stabilisierung eines Netzwerkes vorerst das Erreichen der Fachkräfte notwendig war, welche tagtäglich mit den Kindern, Jugendlichen und Familien im Landkreis arbeiten. Es stand primär im Vordergrund verbindliche Strukturen und gemeinsame Arbeitsformen zu entwickeln. Deshalb wurde die Einberufung des Beirates in den vergangenen Jahren auch zurückgestellt.

 

Andererseits wird es als wichtig angesehen, das Netzwerk auch im politischen Raum zu verankern. Deshalb wird in der jetzt vorgelegten Konzeption der Beirat ersetzt durch die Strategiegruppe und der Jugendhilfeausschuss wird über ein Berichtswesen und die Zuständigkeit für bestimmte Grundsatzbeschlüsse eingebunden (s. Ziff. 5.4 und 5.6).

 

Die Netzwerkkoordination und die Arbeitskreise behalten auch in der jetzt vorgelegten Konzeption ihre tragende Rolle. In der Praxis hat sich erwiesen, dass das Netzwerk zum Einen die fachliche und organisatorische Begleitung der Koordinatorin benötigt, um seine Aufgabe erfüllen zu können. Zum anderen hat sich gezeigt, dass die Arbeitskreise die Gremien sind, in denen der fachliche Austausch stattfindet, neue Impulse entstehen und themenbezogen Unterarbeitsgruppen zur Weiterentwicklung des Netzwerkes gebildet werden.

 

Der Bund unterstützt auch zukünftig den Aus- und Aufbau dieses Netzwerkes sowie den Einsatz von Familienhebammen finanziell.

Grundlage für die Ausreichung der Mittel ist weiterhin die zwischen Bund und Länder geschlossene Verwaltungsvereinbarung. Aufbauend auf dieser Verwaltungsvereinbarung hat das Land Brandenburg Förderrichtlinien zur Weiterreichung der Mittel an die Landkreise erarbeitet. Diesbezüglich gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Änderungen.

 

Es werden Fördermittel ausgereicht für:

 

  1. Personal- und Sachkosten für Netzwerkkoordinatoren, insbesondere der Qualifikation und Fortbildung der Netzwerkkoordinatoren, der Netzwerkpartner – in Form interdisziplinär ausgerichteter Veranstaltungen sowie für Evaluationsprozesse und Öffentlichkeitsarbeit
  2. Einsatz von Familienhebammen und Familiengesundheitshebammen, sowie den Einsatz von Hebammen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen, Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen einschließlich deren Kosten für die Teilnahme am Netzwerk
  3. Ehrenamtsstrukturen

 

Voraussetzung für die Förderung ist nach wie vor, dass die Maßnahmen A. und B. nicht schon am 01.12.2012 bestanden haben. Für die Ausreichung der Mittel ist die Darlegung eines Konzeptes zur Umsetzung der Netzwerkstrukturen erforderlich.

 

Dem Landkreis Havelland stehen jährlich 85.700 Euro zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

 

Kosten

Sachkonto/Kostenstelle/Kostenträger

85.700 €

51100/527102

Erläuterung/Deckungsvorschlag

Landeszuweisung

 


Anlagen:

 

Konzept Netzwerk Frühe Hilfen/Kinderschutz im Landkreis Havelland

 

 

Rathenow,

 

 

 

…………….……………..         …………………….……..          …………….……………..

                     Landrat                                                 Beigeordneter/Dezernent                                                Amtsleiter

 

 

Der Beschluss ist

 

 

 

 

 

 vollständig zu veröffentlichen.

 

 

 

 

 

mit seinem wesentlichen Inhalt zu veröffentlichen.

 

 

 

 

X

 nicht zu veröffentlichen.

 

Die Anlage/n, soweit vorhanden, ist/sind

 

 

vollständig zu veröffentlichen.

 

 

 

 

X

nicht zu veröffentlichen.

 

 

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage zur BV-0238_16 Konzept Frühe Hilfen und Kinderschutz im Landkreis Havelland November 2016 (701 KB)