Landkreis Havelland
- Ratsinfo -

Auszug - Bericht aus dem Jugendamt  

 
 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Jugendhilfeausschuss
Datum: Mi, 06.11.2013 Status: öffentlich
Zeit: 16:15 - 17:30
Raum: Landkreis Havelland, DS Nauen, Sitzungssaal 225
Ort: Goethestr. 59/60, 14641 Nauen

Sitzungsverlauf

 

  • Frau Ziemer, Amtsleiterin, berichtet, dass im Landkreis Havelland ca. 55 Anträge auf Betreuungsgeld eingegangen seien, von denen 35 bewilligt werden könnten. Jedoch sei noch immer keine Software verfügbar, so dass die Anträge nicht abschließend bearbeitet werden könnten.
  • Im Jugendamt gebe es erfreuliche personelle Veränderungen: Ab dem 11.11.2013 nimmt Frau Oetzmann die Tätigkeit als Netzwerkkoordinatorin Kinderschutz auf. Sie arbeitete vorher im ASD und kennt sich daher im Bereich Kinderschutz sowie im Landkreis selbst gut aus. Außerdem sei seit dem 01.10.2013 eine Stelle Qualitäts- und Einrichtungsmanagement mit Frau Petzold besetzt worden. Das Jugendamt beabsichtige insbesondere, Verfahren für Beschwerdemanagement und Qualitätsstandards für stationäre und ambulante Hilfen zu entwickeln. Die Notwendigkeit der Qualitätsentwicklung ergebe sich auch aus den Bestimmungen des Bundeskinderschutzgesetzes.
  • Frau Ziemer berichtet, dass sich die Landkreise über die Einrichtung einer Organisationseinheit „Zentrale Datenerfassungsstelle“ geeinigt haben. Diese Organisationseinheit ist bei dem Landkreis Spree-Neiße angebunden. Aufgabe dieser Stelle sei es, Strukturdaten, Fallzahlen und die Grunddaten, aus denen sich die Kostensätze nach §§ 77, 78 a ff SGB VIII zusammensetzen, zu erfassen. Damit soll im Ergebnis die Ermittlung wirtschaftlich angemessener Kostensätze professionalisiert werden. Darüber hinaus soll die landesweite Datenerfassung die Steuerung der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort unterstützen.
  • Im April 2014 werde das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zum Schutz der vertraulichen Entbindung in Kraft treten. Dieses Gesetz betreffe das Jugendamt nur mittelbar, sei aber im Rahmen der „Frühen Hilfen“ dennoch sehr interessant. Künftig solle es möglich sein, dass Frauen vertraulich entbinden. Ein bundesweites Notrufsystem und entsprechende Beratungsstellen würden aufgebaut. Kinder hätten ab dem 16. Lj. die Möglichkeit, ihre Herkunft zu erfahren allerdings müsse die Kindesmutter dem auch zustimmen.

Herr Hundt fragt nach, ob beim Betreuungsgeld gesichert sei, dass die Antragsteller die Leistung rückwirkend erhalten. Frau Ziemer versichert, dass dies erfolgen werde. Im Übrigen seien auch andere Landkreise von der Verzögerung betroffen. Ohne das vom Softwareanbieter bereitzustellende Verfahren könne man die Mittel nicht abrufen.