Landkreis Havelland
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Auszug - Umsetzungsbericht Reha-Haus Westbrandenburg  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Grundsicherung und Arbeit
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss Grundsicherung und Arbeit
Datum: Do, 10.11.2022 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:20 - 19:10
Raum: Oberstufenzentrum Havelland, Schulteil Nauen, Aula
Ort: Zu den Luchbergen 26 - 34, 14641 Nauen

 

Sitzungsverlauf

 

Herr Berger, Vorsitzender, übergibt das Wort an Herrn Granzow, Dezernent.

Herr Granzow möchte diesem Fachausschuss regelmäßig die Entwicklung dieses insgesamt über 4 Mill. Euro, maßgeblich aus europäischen Mitteln finanzierten Projektes, darstellen. Unter der Führung von der Projektleiterin, Frau A.-C. Wiese-Reibestein, erfolgten Umsetzungsschritte und Entscheidungen, die hier erneut vorzustellen sind.

Frau Wiese-Reibestein erklärt anhand einer PowerPoint-Präsentation (Anlage 3) das Projekt.

Anliegen des Modellvorhabens Reha-Haus Westbrandenburg ist die Einführung und Erprobung einer träger- und rechtskreisübergreifenden Beratungsinstitution für erwerbsfähige Leistungsempfänger mit vermittlungsrelevanten gesundheitlichen Einschränkungen. Hemmnisse, die einer Integration in Arbeit entgegenstehen, sollen frühzeitig identifiziert und durch entsprechende Maßnahmen der Prävention und Rehabilitation verbessert oder beseitig werden. Die Leitmotive sind Prävention vor Rehabilitation“ und „Rehabilitation vor Rente“. Das Modellprojekt richtet sich an Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, mit zu erwartenden oder beginnenden Rehabilitationsbedarfen, mit psychischen Beeinträchtigungen. Im Landkreis Havelland liegt der Schwerpunkt bei Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und/oder psychischen Erkrankungen sowie Menschen mit komplexen gesundheitlichen Unterstützungsbedarfen.

hrlich sollen 160 Personen in das Projekt einnden. Sie weist auf eine nunmehr erforderliche Änderung des Konzeptes unter der Überschrift „Reha-Haus Westbrandenburg auf Rädern“ hin. Diese Änderungsbeantragung liegt dem zuständigen Bundesministerium und der beauftragten Fachstelle zur Entscheidung vor. Das neue Projekt ist auch dem Beirat vorgestellt worden, von dem aus ein großer Zuspruch erfolgte.

Herr Granzow ergänzt dazu, dass insbesondere Beiratsmitglieder aus den Reihen der öffentlichen Arbeitgeber diese Form einer künftigen regionalnahen Befassung unterstützen und als erfolgversprechend bewertet haben. Er erklärt, dass zunächst ein zentrales Haus im Konzept für beide Landkreise Havelland und Potsdam-Mittelmark, wo eine Bündelung der Partner (Landkreise Potsdam-Mittelmark und Havelland) und des Rentenversicherungsträgers erfolgt wäre. Durch die Pandemie wurde das Vorhaben jedoch stark gebremst. Deshalb erfolgt aktuell der hier dargestellte Prozess.

Zum Abschluss berichtet Frau Wiese-Reibestein, dass pünktlich zum bundesweiten Aktionstag „Suchtberatung“ am 10.11.2022 ein Buch erschienen ist, bei dem Teilnehmer des Projekte „Reha-Haus Westbrandenburg“ Autoren des Buches sind. Sie reicht Exemplare an die Mitglieder des Ausschusses aus.

Herr Berger bedankt sich für die Ausführungen und fragt, ob es Wortmeldungen gibt.

Herr Dr. van Raemdonck, AfD-Fraktion,chte wissen, ob die 160 Teilnehmer alle aus dem Havelland kommen oder bundesweit gesucht werden und wie diese Suche erfolgt.

Frau Wiese-Reibestein bestätigt, dass diese Teilnehmer aus dem Havelland akquiriert werden. Sie erklärt weiter, dass eine Prüfung durch die zuständigen Sachbearbeiter Integration in allen drei Jobcentern erfolgt. Von dort erfolgt die Vereinbarung über eine Zuweisung in das Projekt.