Landkreis Havelland
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Auszug - Evaluierung des Buskonzeptes Falkensee und Umland  

 
 
Sitzung des Kreisausschusses
TOP: Ö 11
Gremium: Kreisausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mo, 25.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 18:22
Raum: Landkreis Havelland, Haus 1, Großer Sitzungssaal
Ort: Platz der Freiheit 1, 14712 Rathenow
BV-0060/19 Evaluierung des Buskonzeptes Falkensee und Umland
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat I, Amt 20 - Kämmerei Bearbeiter/-in: Eichhorn, Franziska

 

Sitzungsverlauf

 

Herr Hübner, Fraktionsvorsitzender AfD, fragt nach den ergänzenden Angaben zu dem Buskonzept Falkensee und Umland.

 

Frau Nermerich, Erste Beigeordnete, antwortet, dass mit 142.700 Fahrplankilometer weniger zu rechnen ist.

 

Herr Chodzinski, Fraktion B90/Grüne, fragt, nach den wichtigsten Punkten zu diesem Thema aus dem Ausschuss Regionalentwicklung/Wirtschaftsförderung/Kultur/Sport/ Tourismus/Bauen. Ferner möchte er wissen, nach welchem Prinzip die Kriterien aufgrund derer die Einsparungen festgelegt wurden, erfasst wurden.

 

Herr Appenzeller, SPD-Fraktion, informiert, dass bei der letzten Sitzung des Aufsichtsrates der Havelbus Verkehrsgesellschaft von Herrn Köhler und dem Dienstleister nachvollziehbar erläutert worden ist, warum diese Reduzierung erfolgte. Er bittet Frau Nermerich diesen Teil des Protokolls öffentlich zu machen. Er schlägt vor, dies zum Tagungsprotokoll zu machen.

 

Frau Nermerich erläutert, dass es eine Präsentation gibt, die allen Mitgliedern des Kreisausschusses zugeschickt werden kann. Dort sind einzelne Buslinien aufgelistet. Sie betont, dass der Landkreis dem wirtschaftlichen Handeln verpflichtet ist. Deshalb ist die Optimierung des Buskonzeptes Falkensee und Umland notwendig, wobei an dem Konzept grundsätzlich festgehalten wird. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass einzelne Buslinien zu bestimmten Tagen oder Zeiten weniger oder gar nicht benutzt werden.

 

Herr Lewandowski, Landrat, erinnert im Übrigen daran, dass bereits mit der Verabschiedung des Buskonzeptes auf die Evaluierung nach ca. 2 Jahren hingewiesen wurde. Gleiches gilt für die Evaluierung des Buskonzeptes für das weitere Havelland. Ausdrücklich sagt er, dass der Hintergrund der Evaluierung nicht Einsparung sind, sondern um die Anpassung des Buskonzeptes unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit.

 

Herr Hübner stellt fest, dass für 35 Prozent mehr gefahrene Kilometer nur 17 Prozent mehr Personen befördert wurden. Daher stellt er die Frage, was mit diesen Personen nach Anpassung des Buskonzeptes passieren soll.

 

Frau Nermerich erwidert, dass man nicht konkret auf seine Frage antworten kann. Es wird aber nach Optimierungen gesucht, die zu keiner nennenswerten Reduzierung der Inanspruchnahme führen. Sie weist darauf hin, dass man das Angebot über verschiedene Instrumente zu optimieren versucht, wie beispielsweise eine weitere Ausdehnung des Rufbus-Angebotes.

 

Herr Lewandowski erklärt, dass es schon gute Erfahrungen mit Rufbussen gibt. In manchen Bereichen wird der Rufbus gut angenommen; in manchen, wie im westlichen Havelland, muss für ihn mehr Werbung gemacht werden. Er stellt fest, dass es auch noch Bereiche gibt, in denen kein Rufbus fahren kann, weil es dort aus Sicht des Landkreises unwirtschaftlich wäre. Der Landrat weist darauf hin, dass es auf Wunsch des Kreisseniorenbeirates mehr Informationen zum Rufbus geben wird.

 

Herr Hübner fragt, ob seitens des Landkreises wieder nach zwei Jahren eine Evaluierung geplant ist oder dies der Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH überlassen wird.

 

Herr Appenzeller antwortet, dass der Landkreis an der ständigen Evaluierung arbeitet, denn es kommen täglich neue Anfragen an Havelbus. Wichtig wäre aus seiner Sicht die Ausdehnung der Park-and-Ride Parkplätze. Vor allem in Falkensee ist das Problem ausgeprägt.

 

Herr Lewandowski erklärt, dass alle Änderungen genau bewertet werden, was wiederum einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Er versichert, dass anschließend weitere Anpassungen folgen werden.

 

Frau Nermerich erinnert an die alle drei Jahre stattfindende Fahrgasterhebung des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Diese hätte in diesem Jahr durchgeführt werdenssen, sind aber auf das nächste Jahr verschoben worden. Dieser Erhebung können sicherlich weitere Erkenntnisse für das Buskonzept entnommen werden.

 

Herr Koch, Vorsitzender, lässt über die Überweisung der Beschlussvorlage abstimmen.


 

Beschluss

 

Die Mitglieder des Kreisausschusses überweisen die Beschlussvorlagen in den Kreistag.


Abstimmungsergebnis: einstimmig