Landkreis Havelland
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Auszug - Verschiedenes  

 
 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Jugendhilfeausschuss
Datum: Mi, 07.03.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 18:00
Raum: Landkreis Havelland, DS Nauen, Sitzungssaal 225
Ort: Goethestr. 59/60, 14641 Nauen

 

Sitzungsverlauf

 

Herr Koch, Ausschussvorsitzender, fragt, ob die Sitzungstermine bereits an alle Ausschussmitglieder versandt wurden. Frau Ziemer sichert zu, dass dies kurzfristig erledigt wird.

 

Herr Dr. Mueller, Vertreter der Freien Träger, erkundigt sich, ob es immer noch Träger gibt, die keine Vereinbarung zum Kinderschutz mit dem Jugendamt geschlossen haben.

 

Frau Ziemer, Amtsleiterin, bestätigt, dass es noch einige Kita-Träger ohne Vereinbarung gibt, die sich nicht zurückmelden und gesetzte Fristen versäumt haben. Das Jugendamt überlegt, welche Konsequenzen möglich sind.

 

Frau Wolfram, Sachgebietsleiterin Kita, gibt die Information von der Landesfachstelle Kinderschutz weiter, dass sich die Vereinbarung für den Träger haftungsbeschränkend auswirkt. Dies muss man den Trägern deutlich machen. Der Abschluss der Vereinbarung nach § 8a SGB VIII ist zudem eine Voraussetzung für die Aufnahme bzw. den Verbleib im Kita-Bedarfsplan des Landkreises. Aktuell wird der Bedarfsplan fortgeschrieben. Der Fachbereich beabsichtigt, die Einrichtungen ohne Vereinbarung deutlich zu kennzeichnen und in der Benehmensherstellung mit den Trägern einen Vorbehalt zu formulieren.

 

Frau Lindner, Fraktion Grüne/B 90, fragt nach der Wirkung dieser Maßnahme. Frau Wolfram, erklärt, dass die Aufnahme bzw. der Verbleib im Kita-Bedarfsplan für die öffentliche Finanzierung der Kitas bedeutsam ist. Jeder Träger müsste ein großes Interesse daran haben, dass seine Einrichtungen hier enthalten sind und dies auch ohne Vermerk oder Vorbehalt.

 

Herr Hoffmeyer-Zlotnik, Vertreter der Freien Träger, erklärt mögliche Gründe dafür, dass Träger die Vereinbarung noch nicht geschlossen haben. Vor allem fürchtet man einen höheren Zeitaufwand.

 

Herr Koch, Ausschussvorsitzender, verweist auf die Unterstützung des Jugendamtes.

 

Frau Ziemer, Amtsleiterin, führt aus, dass es eigentlich keine Einwände mehr geben dürfte. Träger ohne eigenes Verfahren können ein vom Landkreis vorgegebenes Verfahren nutzen und auch auf die vom Landkreis finanzierten insoweit erfahrenen Fachkräfte zugreifen. In den Regionalräumen finden unterstützend kollegiale Beratungsrunden für Erzieher/innen und Arbeitskreise Kinderschutz statt.

 

Frau Oetzmann, beschäftigte im Jugendamt, Sachbereich Frühe Hilfen/Kinderschutz  ist jederzeit ansprechbar.

 

Herr Dr. Mueller, Vertreter der Freien Träger, fragt nach den Trägern der Kinder- und Jugendarbeit.

 

Frau Ziemer, Amtsleiterin, informiert, dass es hier keine Probleme gibt. Vielmehr hatten diese Träger beim Zustandekommen der Unterlagen sogar mitgewirkt und deutliches Interesse bekundet. Mit neuen Trägern werden ebenfalls sofort Vereinbarungen geschlossen, ergänzt Frau Wolfram.

 

Frau Lindner fragt nach, ob sich der Landrat wegen des ungedeckten Bedarfs für psychosoziale Beratung und Behandlung im Landkreis an das zuständige Landesministerium gewandt hat.

 

Frau Wilke, Sachgebietsleiterin Regionalraum Nauen, informiert, dass ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes das Gesundheitsministerium angeschrieben hatte. Bislang wurde aber lediglich geantwortet, dass der Antrag geprüft werde. Das Schreiben liegt bei Herrn Nolte, Mitarbeiter des Gundheitsamtes vor. Herr Koch weist darauf hin, dass hierfür der Ausschuss Soziales/Bildung/Gesundheit zuständig ist. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses möchten gern weiter informiert werden.