Landkreis Havelland
- Ratsinfo -

Auszug - Mängelanzeige zur Managementplanung Natura 2000  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaftsförderung/Umwelt/Öffentliche Sicherheit
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss Landwirtschaftsförderung/Umwelt/Öffentliche Sicherheit
Datum: Mi, 22.01.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:15
Raum: Landkreis Havelland, DS Nauen, Sitzungssaal 225
Ort: Goethestr. 59/60, 14641 Nauen

Sitzungsverlauf

Sitzungsverlauf

 

Herr Dr. Rackwitz, Vorsitzender, teilt mit, dass ihm die Stellungnahme des Landkreises Havelland (Umweltamt) bezüglich der Anfragen von Frau Vollbrecht vorliegt.

 

Thematik Grundwasserregulierung – Managementplan Rodewaldsches Luch – Projektplan Wasserabfluss Wolzensee)

 

Standpunkt NABU              Wasserrückhaltung zur Sicherung des alten Zustands

Standpunkt BI:              Grundwasseranstieg

 

Herr Dr. Rackwitz, Vorsitzender, übergibt Herrn Metzner (neuer sachkundiger Einwohner) das Wort.

 

Herr Metzner informiert sehr umfangreich über das nicht ausreichende Abflussvermögen des Wolzensees über den Körgraben in die Havel. Insbesondere der Abschnitt zwischen dem Wolzensee und der Eigendorffstraße ist fast zugewachsen. Dieser Aufstau verschärft das Grundwasserproblem, deshalb wird von der BI eine Absenkung gefordert.

 

Herr Dr. Kellner ergänzt zu den Ausführungen von Herrn Metzner:

Von der Stadt Rathenow liegt ein Antrag vor, die Stauhöhe für den Wolzensee abzusenken. Das Verfahren ist beim LUGV anhängig. Der Landesbetrieb Forst stimmte bisher als Vertreter des Eigentümers (Landeswald) nur einer Absenkung auf 26,80 m NHN zu.

Er weist weiter darauf hin, dass der Wolzensee nichts mit dem Managementplan Rodewaldsches Luch zu tun hat.

 

Schlusswort von Herrn Dr. Kellner und Grundzug der Stellungnahmen des Landkreises Havelland:

 

„Sollte sich ergeben, dass aus einem Managementplan oder einer beabsichtigten Erhöhung eines Wasserstandes eine negative Beeinträchtigung für Wohnbebauung oder Bebauung von Gebäuden eintritt, wird Grundtenor sein: Es mag sein, dass es aus naturschutzrechtlicher Sicht notwendig und wünschenswert ist. Wir weisen jedoch darauf hin, dass hier Bürger/innen negativ beeinträchtigt sind und Vorrang haben für uns definitiv die Gesundheit und der Schutz des Menschen und unserer Bürger/innen. Deshalb werden wir in einem solchen Punkt grundsätzlich eine Veränderung ablehnen.“

 

 

Thema Biberdamm

 

Der Abgeordnete Herr Stackebrandt bittet um eine Lösung. Wenn die Biber einen Damm bauen, dass keine zusätzlichen Biotope geschaffen werden. Der Wasser- und Bodenverband muss ohne lange Verwaltungsverfahren den Durchlass wiederherstellen können.

 

Herr Dr. Kellner teilt mit, dass ein schriftlicher Antrag mit Begründung (Wichtig: Nachweis der Betroffenheit) an das Umweltamt des Landkreises Havelland zu richten ist.

 

Herr Dr. Rackwitz, Vorsitzender, dankt für die Ausführungen.